Du hast Fragen?
Unser Aptacare Expertenteam ist für dich da - so wie du für dein Baby!
Geburt ist nicht planbar – aber Vorbereitung ist möglich. In dieser Episode sprechen wir offen über Ängste und Erwartungen, aber auch darüber, was nötig ist, damit sich Frauen vor, während und nach der Geburt emotional gut begleitet fühlen können. Jede Geburt ist anders und deshalb verdient jede Geburt denselben Respekt. Unsere beiden Gästinnen bringen medizinisches Fachwissen und emotionale Perspektiven zusammen. Für mehr Selbstbestimmung, mehr Verständnis – und mehr echte Unterstützung.
Dr. med. Rieke Hermann – Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Rieke verbindet klinische Erfahrung mit einem ganzheitlichen Blick auf die Geburt – als Ärztin und als Mutter. Zum Zeitpunkt des Interviews war sie mit ihrem dritten Kind schwanger.
Johanna Klum ist Moderatorin aus Berlin und selbst Mutter von zwei Kindern. Als Gastgeberin des Aptacare Deeptalks führt sie mit viel Herz, Offenheit und Empathie durch das Format und schafft eine Atmosphäre, in der sich Gäste wohlfühlen und offen und ehrlich über bewegende Themen sprechen können.
Katharina Charissé – Holistische Coachin & Yogalehrerin. Katharina unterstützt Frauen dabei, auch in der emotional fordernden Zeit rund um die Geburt bei sich zu bleiben und sich nicht zu verlieren. Gemeinsam mit Rieke ist sie Host des Insta Channels MamAcademy.
Schau dir hier die ganze Episode an. Unser Tipp: nimm dir zwischendrin ein paar Minuten Zeit, pausiere den Deeptalk kurz und gehe in dich. Was denkst du zu diesen Themen und was sind deine persönlichen Erlebnisse? Welche Gedanken, Ängste oder Sorgen hast du?
Content Note: In dieser Folge sprechen wir über negative Geburtserfahrungen und mögliche Traumata.
Du darfst Angst haben. Du darfst Fragen stellen (und zwar alle). Und du verdienst es, eine Geburt zu erleben, die sich für dich richtig anfühlt – auch wenn sie anders verläuft als geplant. Geburt ist kein Leistungstest. Sie ist ein Moment der Transformation – und du hast das Recht, diesen Augenblick gut vorbereitet, begleitet und bestärkt zu erleben.
Es ist wichtig, sich umfassend über alle Möglichkeiten rund um die Geburt zu informieren und die eigenen Wunschvorstellungen ehrlich zu reflektieren. Gleichzeitig sollte man flexibel bleiben und sich nicht zu sehr auf einen bestimmten Weg festlegen, denn eine Geburt kann sich jederzeit anders entwickeln. Auch auf diese Eventualitäten sollte man vorbereitet sein. Ebenso bedeutend ist es, die begleitende Person aufzuklären. Sie sollte die verschiedenen Geburtsverläufe kennen und vor allem die Haltung und Wünsche der Schwangeren verstehen, um sie in herausfordernden Situationen gezielt unterstützen zu können. Es gibt vieles, das während einer Geburt nicht planbar oder kontrollierbar ist. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein, zu wissen, welche Möglichkeiten es gibt, worin die eigenen Stärken liegen und welche Fragen man stellen kann. Das Bewusstsein darüber, was man sich wünscht und ab wann man bereit ist, davon abzuweichen, stärkt das Vertrauen in sich selbst. Fundiertes Wissen schafft Raum für Intuition, sodass man im entscheidenden Moment spürt, was man braucht und was sich richtig anfühlt.
Dehnen ist ein wichtiger Bestandteil der Geburtsvorbereitung. So kann man vermeiden, dass man während der Geburt in Positionen gedrängt wird, die im Nachhinein Schmerzen verursachen können. Auch die gezielte Vorbereitung des Beckenbodens ist von zentraler Bedeutung: Wer lernt, diesen Bereich bewusst wahrzunehmen und zu entspannen, kann das Risiko von Verletzungen verringern und die Geburt insgesamt als angenehmer erleben.
Es kann hilfreich sein, gemeinsam mit der Begleitperson alle möglichen Szenarien und Eventualitäten strategisch durchzuspielen und festzuhalten. Dabei können sie gemeinsam festlegen, welche Wege gewünscht sind, was vermieden werden soll und welche Optionen grundsätzlich infrage kommen. Dieses Vorgehen schafft Sicherheit, gleichzeitig bleibt man offen für andere Wege, da man sie bereits kennt und weiß, was möglich ist. Ein solcher Plan muss nicht nach außen kommuniziert werden, sondern dient in erster Linie dem eigenen Verständnis: Was will ich? Wo liegen meine Grenzen? Die Vorbereitung umfasst dabei nicht nur den Wunschverlauf, sondern auch die bewusste Auseinandersetzung mit möglichen Alternativen.
Atemübungen, Meditation, bestimmte Düfte oder Musik können dabei helfen, sich zu erden und innere Ruhe zu finden. Diese Techniken unterstützen dabei, sich zu fokussieren und mit sich selbst in Verbindung zu bleiben, besonders in stressigen oder unsicheren Situationen, wie sie während der Geburt auftreten können. Sie können dabei helfen, sich zu beruhigen, den Körper zu entspannen und das Vertrauen in den eigenen Weg wiederzufinden. Auch gemeinsam mit der Begleitperson lassen sich Methoden entwickeln, um in solchen Momenten bewusst zur Ruhe zu kommen und sich gegenseitig zu stabilisieren.
Die wichtigste Aufgabe der Begleitperson besteht darin, die Interessen der Gebärenden zu vertreten. Dafür muss sie ihre Wünsche kennen. Eine offene und ehrliche Kommunikation im Vorfeld ist dafür essenziell. Es sollte klar besprochen werden, was sich die Gebärende wünscht und auch, dass es nichts Persönliches ist, wenn sie die Begleitperson während der Geburt um Abstand bittet. Die Gebärende sollte das Recht haben, diesen besonderen Moment ohne schlechtes Gewissen und ohne Rücksicht auf verletzte Gefühle zu erleben. Deshalb ist es hilfreich, die Rolle der Begleitperson im Vorfeld gemeinsam zu definieren. Eine Geburt ist eine Ausnahmesituation, in der die Bedürfnisse der Gebärenden uneingeschränkt im Mittelpunkt stehen sollten. Eine gute Vorbereitung und Aufklärung für beide Seiten sind daher unerlässlich. Die Aufgabe der Begleitperson ist es, Raum zu halten, zu schützen und der Gebärenden die Intimität und Sicherheit zu geben, die sie braucht. Zugleich sollte sorgfältig überlegt werden, wer als Begleitperson geeignet ist. Wenn sich jemand in Krankenhäusern unwohl fühlt oder selbst mit Ängsten kämpft, kann diese Person trotz aller Verbundenheit möglicherweise nicht die passende Unterstützung bieten.
Eine moderne Geburtsvorbereitung und Nachsorge erfordert mehr als nur gut gemeinte Ratschläge. Hier trifft fundiertes Wissen auf intuitive Körpererfahrung und medizinisches Verständnis auf ganzheitliches Körperbewusstsein. Traditionelles Frauenwissen verbindet sich mit zeitgemäßen Ansätzen. Im Mittelpunkt steht eine stärkende Begleitung durch eine der intensiven und zugleich transformierenden Phase im Leben. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der körperlichen Mitte, dem Beckenboden, der gezielt Aufmerksamkeit und Fürsorge erhält.
Angebote:
Link: https://www.diemamacademy.de/
Bei Fragen oder Gesprächsbedarf stehen dir die Mamacademy und das Aptacare-Experten-Team jederzeit zur Seite und beantworten alle deine Fragen rund um die Geburt, das Elternwerden und einer guten Vorbereitung.
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