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Der sogenannte Wochenfluss (medizinisch: Lochien) ist ein natürlicher Reinigungs- und Heilungsprozess, der nach jeder Geburt einsetzt, ob vaginal oder per Kaiserschnitt. An der Stelle, an der sich die Plazenta von der Gebärmutterwand gelöst hat, bleibt eine Wundfläche zurück. Der Wochenfluss hilft, diese zu reinigen, indem er Blut, Schleimhautreste, Eihaut, Wundsekret und Bakterien aus dem Körper ausscheidet.
Sein Verlauf zeigt, wie gut sich die Gebärmutter zurückbildet. Die Farbe und Konsistenz des Wochenflusses verändern sich:
Auch wenn viele Frauen den Wochenfluss als unangenehm empfinden, ist er ein wichtiges Zeichen für eine gesunde Wundheilung im Wochenbett.1, 2, 3
Nach einem Kaiserschnitt kann der Wochenfluss sowohl kürzer und schwächer als nach einer vaginalen Geburt ausfallen, aber auch manchmal etwas länger (ca. 6 Wochen) dauern. Das liegt daran, dass sich die Gebärmutter langsamer zurückbildet. Diese verzögerte Rückbildung wird durch die Narbenbildung an der Gebärmutter, die eingeschränkte Bewegung der Mutter aufgrund von Wundschmerzen und den oft schwierigeren Stillbeginn beeinflusst. Er bleibt dennoch ein zentraler Bestandteil des Heilungsprozesses. Der Grund: Bei einer Kaiserschnittgeburt wird die Plazenta manuell entfernt, wodurch weniger Gewebereste in der Gebärmutter verbleiben, die abtransportiert werden müssen.
Trotzdem durchläuft auch der Wochenfluss nach einem Kaiserschnitt die typischen Phasen, von blutig bis weißlich und dauert bei vielen Frauen etwa drei bis fünf Wochen. In einigen Fällen kann er auch bis zu acht Wochen anhalten. Dabei gilt, die Intensität und Dauer sind individuell verschieden und hängen unter anderem davon ab:
Ein völliger Stopp des Wochenflusses innerhalb der ersten zwei Wochen kann auf einen sogenannten Lochialstau hinweisen, ein Zustand, bei dem Wundsekret nicht mehr richtig abfließen kann und sich in der Gebärmutter staut. Das kann zu Infektionen führen und muss unbedingt ärztlich abgeklärt werden.1, 2, 3
Auch wenn der Wochenfluss nach jeder Geburt einsetzt, unterscheidet er sich nach einem Kaiserschnitt deutlich von dem nach einer natürlichen Geburt, sowohl in seiner Dauer als auch in seiner Intensität.
Bei einer vaginalen Geburt löst sich die Plazenta meist vollständig durch die Nachwehen, dabei verbleiben häufig mehr Blut und Gewebereste in der Gebärmutter. Diese werden über mehrere Wochen kontinuierlich ausgeschieden.
Beim Kaiserschnitt hingegen wird die Plazenta manuell entfernt, oft gemeinsam mit restlichem Gewebe. Dadurch ist die Ausgangsmenge für den Wochenfluss geringer, was den schwächeren und manchmal kürzeren Verlauf erklärt.
Ein weiterer Unterschied betrifft den Muttermund: Bei einem geplanten Kaiserschnitt hat er sich häufig nicht geöffnet, wodurch der Abfluss des Wochenflusses erschwert sein kann. Ein manuell gedehnter Muttermund schließt sich oft schnell wieder, das kann zu einem Lochialstau führen, also einem Rückstau von Wundsekret in der Gebärmutter.
Während Frauen nach einer vaginalen Geburt oft unter Geburtsverletzungen leiden, sind Mütter nach einem Kaiserschnitt durch die Kaiserschnittnarbe eingeschränkter in ihrer Bewegung. Das kann sich auf die Positionen beim Stillen, den Toilettengang oder die Rückbildungsgymnastik auswirken und auch auf den Abfluss des Wochenflusses.1, 2, 3
Wann die erste Menstruation nach einem Kaiserschnitt zurückkehrt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich, der wichtigste Einflussfaktor ist das Stillverhalten. Wer voll stillt, produziert das Hormon Prolaktin, das die Eizellreifung unterdrückt. Dadurch kann die Periode monatelang ausbleiben, manchmal sogar bis zu einem Jahr. Das bedeutet jedoch nicht, dass du in der Stillzeit nicht erneut schwanger werden kannst.
Stillst du nicht oder nur teilweise, setzt die erste Periode oft zwischen fünf und acht Wochen nach der Geburt ein. Ein typisches Zeichen ist das plötzliche Auftreten einer frischen, hellroten Blutung, nachdem der Wochenfluss bereits deutlich nachgelassen hat.
Wichtig: Auch ohne sichtbare Blutung kann bereits ein Eisprung stattfinden. Daher wird empfohlen, spätestens sechs Wochen nach der Geburt mit einer geeigneten Verhütungsmethode zu beginnen.4, 5
Gerade im Übergang zwischen Wochenbett und Rückkehr zur normalen Regelblutung kann es schwer sein, den Unterschied zwischen Wochenfluss und erster Periode zu erkennen. Doch es gibt einige klare Hinweise:
Falls du unsicher bist, hilft dir deine Hebamme oder Frauenärztin weiter, insbesondere, wenn die Blutung ungewöhnlich stark oder schmerzhaft ist.4, 5
Die erste Menstruation nach einem Kaiserschnitt kann sich in Stärke, Dauer und Schmerzempfinden deutlich von früher unterscheiden und zwar ganz individuell:
Stärker oder schwächer: Einige Frauen berichten von einer intensiveren Blutung als vor der Schwangerschaft, andere erleben sie als eher leichter. Beides ist im Rahmen normaler Rückbildung möglich.
Schmerzhafter: In den ersten Zyklen nach dem Kaiserschnitt können verstärkte Unterleibsschmerzen auftreten. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Gebärmutter erst wieder vollständig stabilisieren muss.
Unregelmäßig: Es ist normal, dass die Periode nach der Geburt einige Zeit braucht, um wieder einen regelmäßigen Rhythmus zu finden – besonders, wenn du stillst.
Falls die Blutung übermäßig stark, sehr schmerzhaft oder auffällig lang ist, solltest du deine Gynäkologin aufsuchen. Das gilt auch, wenn du dich insgesamt unwohl fühlst oder unsicher bist.4, 5
Du möchtest noch weitere Kinder bekommen? Nach einem Kaiserschnitt solltest du deinem Körper etwas Zeit geben, um zu heilen, bevor du erneut schwanger wirst. Es wird empfohlen, mindestens ein Jahr bis zur nächsten Schwangerschaft zu warten. Hierdurch verringert sich das Risiko, dass es zu Komplikationen (wie etwa Verwachsungen der Plazenta mit der Gebärmutter oder einer Uterusruptur, einem Riss in der Gebärmutter) kommt.6, 7
Hattest du bereits einen Kaiserschnitt und möchtest gerne ein weiteres Kind bekommen? Die gute Nachricht: In vielen Fällen ist nach einem vorangegangen Kaiserschnitt eine natürliche Geburt problemlos möglich. Damit die Narbe gut verheilen kann, solltest du jedoch nicht sofort wieder schwanger werden.8 Suche hierzu am besten Rat bei deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin, um mögliche Risiken abzuklären.
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