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Kleinkind
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      Kleinkindkalender

      Dein Kleinkind im 24. Monat

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      23 Monate: Wie sich dein Kind im 24. Monat entwickelt

      Happy Birthday, dein Kind wird in diesem Monat schon 2 Jahre alt! Bestimmt kannst du dich noch ganz genau an diesen Moment erinnern, als du dein Baby zum ersten Mal gesehen hast. Wie du es zum ersten Mal in deinen Armen gehalten, gefüttert oder gewickelt hast. Ja, diese Erinnerungen können einen durchaus sentimental werden lassen. So wunderschön und gleichzeitig auch so anstrengend war es, was ihr in den letzten 24 Monaten alles gemeinsam erlebt habt und was bislang geschehen ist. Die vielen bedeutsamen Schritte vom Kinderwunsch, über die Schwangerschaft, die Geburt bis hin zum jetzigen Zeitpunkt. So unglaublich war die Entwicklung deines Kindes in den letzten zwei Jahren: Es hat krabbeln, gehen und essen gelernt. Es hat bereits seine ersten Worte gesprochen, kann Türme bauen, seine Puppe füttern und mit dem Laufrad durch die Gegend flitzen. Es kann dich liebevoll in den Arm nehmen und dich trösten, wenn du mal traurig bist. Sozial, körperlich und motorisch hat es sich in den letzten 23 Monaten in unglaublichen Schritten vom Baby hin zu einem Kleinkind entwickelt. Und dabei habt ihr als Eltern sehr vieles beigetragen: Ihr habt eurem Kind die notwendige Liebe und Fürsorge gegeben, sodass es sich zu diesem süßen kleinen Wesen entwickelt hat, das heute vor euch steht.

      Das kann und lernt dein Kleinkind im 24. Monat

      Von nun an entwickelt sich dein Kind vor allem geistig. Es lernt, Dinge nach System zu ordnen, Zusammenhänge herzustellen und sein Erinnerungsvermögen nimmt zu. Langsam ist auch eine richtige Unterhaltung möglich. Dabei erkennst du, ob Sprach- und Hörvermögen gut entwickelt sind. Einfache Kinderlieder kann sich dein fast 2 Jahre altes Kind immer besser merken. Auch alltägliche Dinge wie Zähneputzen und Händewaschen mit Abtrocknen beherrscht dein Kind schon fast allein.

      So spricht dein Kind mit 23 Monaten

      Der Wortschatz deines Kindes wird nun immer größer. Vielleicht hat dein Kind Lieblingswörter, die es pausenlos vor sich hinspricht. Mit 23 Monaten umfasst sein Wortschatz zwischen 50 und 150 Wörter. Es kann viele Dinge benennen und Eigenschaften mit einfachen Worten in Ein- bis Zweisatzsätzen beschreiben. Vielleicht spricht es dir alles nach oder beginnt fleißig, dir viele Fragen mit „Was das?“, „Warum?“ zu stellen.

      Auch wenn so manches Gebrabbel für dich noch nicht ganz verständlich sein mag, ist es wichtig, dass du auf seine Erzählungen eingehst und mit ihm kleine Unterhaltungen führst. Nimm dir Zeit für diese ersten Gespräche. Hab auch keine Scheu davor, mit vollem Körpereinsatz zu sprechen. Gerade wenn du Geschichten erzählst, kannst du Stimme und Gesichtsausdruck deutlich zum Einsatz bringen und so deinem Kind vermitteln, dass zum Sprechen mehr als nur die Stimme gehört. Dein Kind versteht übrigens viel mehr, als es sagen kann.

      Gemeinsam durch die Trotzphase

      Dein fast zweijähriges Kind kann bereits kompliziertere Anweisungen verstehen und diesen folgen – natürlich immer vorausgesetzt, dass es dies auch möchte. Wenn sich dein Engel plötzlich als Bengel entpuppt und von einer Sekunde auf die andere schreiend am Boden liegt, wurde dein Kind vermutlich von einem Wutanfall überrollt. Sei dir in diesen Situationen immer bewusst, dass derartige Anfälle ein Teil der ganz normalen kindlichen Entwicklung sind und nichts mit deiner Erziehung zu tun haben - auch wenn vorwurfsvolle Blicke oder Worte à la „das hätte es früher nicht gegeben“ einen daran zweifeln lassen.

      Windeln ade

      Wusstest du, dass du dein Kind bis jetzt etwa 3.000-mal gewickelt hast? Eine unglaubliche Zahl! Wie gut, dass dein Kind bald – zumindest erstmals tagsüber – keine Windel mehr brauchen wird. Mit fast 24 Monaten kann es das Signal „Die Blase ist voll“ bewusst wahrnehmen. Schon ab dem 18. Monat beginnt die Gehirnreifung dazu. Es spürt allmählich, wie es seinen Schließmuskel beherrschen kann. Du wirst an seinem Verhalten merken, wann es soweit ist, auf das Töpfchen gehen zu üben:

      • Dein Kind interessiert sich dafür, wenn du oder andere Erwachsene auf die Toilette gehen.
      • Die Windel ist nach dem Mittagsschlaf immer öfters trocken
      • Viele Kinder zeigen mit ihrer Mimik oder durch Laute, dass sie gerade in die Windel machen.
      • Manche Kinder verstecken sich hinter dem Vorhang, in einer Ecke oder unter dem Tisch, wenn sie in die Windel machen.
      • Wenn dein Kind die Dinge beim Namen nennen kann („Pipi“ bzw. „Lulu“ oder „Gaggi“), zeigt das, dass es die Zusammenhänge versteht.

      Wenn du das Gefühl hast, dass es soweit ist, kannst du versuchen, dein Kind ans Töpfchen oder an den Toilettensitz zu gewöhnen. Vermutlich ist es leichter, zunächst mit dem großen Geschäft zu beginnen: Der Stuhl lässt sich nämlich leichter kontrollieren als eine volle Blase. Einfacher ist es, das Töpfchen-/Toilettentraining im Sommer zu beginnen, da das Kind dann weniger Kleidung trägt. Am besten ist es, wenn du deinem Kind sowohl Töpfchen als auch Toilettensitz anbietest. Dann kann sich dein Kind seine bevorzugte Sitzmöglichkeit aussuchen. Versuche, seine Ausscheidungen nicht mit einem „Das stinkt aber!“ schlecht zu machen. Die Ausscheidungen gehören zu deinem Kind dazu, sodass sogar manche Kinder regelrecht Angst haben, wenn ein Teil von ihnen „weggespült“ wird.

      Macht euch auch beim Sauberwerden bitte keinen Stress. Im vierten Lebensjahr schaffen es erst die Hälfte der Kinder, komplett ohne Windel auszukommen. Du siehst also, ein wenig werden dich die Windeln schon noch begleiten…

      Wie du dein Kleinkind mit 23 Monaten unterstützen kannst

      Frühförderung: Sinnvoll?

      Seit die Hirnforschung gezeigt hat, wie unglaublich aufnahmefähig ein Kleinkind ist, gehört Frühförderung zu den großen Themen unserer Zeit. Besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf die so genannten „Zeitfenster". Danach lernen Kinder z.B. zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr relativ mühelos eine zweite Sprache. Da viele Eltern befürchten, den richtigen Zeitpunkt für die Förderung ihres Kindes zu verpassen, folgen sie diesen Erkenntnissen der Wissenschaft und melden es bereits früh zu den unterschiedlichsten Kursen an. „Theoretisch kann man bereits einem Dreijährigen Lesen oder Computerlernspiele beibringen, die Frage ist nur, wie sinnvoll das ist.", gibt der renommierte Neurobiologe Professor Dr. Gerald Hüther von der Universität Göttingen zu bedenken. Stell dir ein paar Grundsatzfragen: Was will ich meinem Kind unbedingt mit auf den Weg geben? Rechenkünste? Fremdsprachen? Tennisregeln? Oder die Fähigkeit, optimistisch in die Zukunft zu blicken, die Anforderungen des Lebens zu meistern, sozial mit Menschen umzugehen und zur eigenen Meinung zu stehen, selbstbewusst und couragiert?

      Rituale und Routine

      Rituale und klare Abläufe sind nicht nur für Babys wichtig. Dass dein Kleinkind abschätzen kann, was auf welche Handlung folgt, hilft ihm dabei, sich sicher und geborgen zu fühlen. Bestimmt habt ihr in den letzten 23 Monaten viele dieser Rituale in euren Alltag integriert. Es ist schön, ganz spezielle Familienrituale zu pflegen. Vielleicht fällt dir auch ein liebgewonnenes Ritual ein, das deine Eltern mit dir und deinen Geschwistern gepflegt haben und das du jetzt mit deinen Kindern fortführen kannst. Rituale fördern den Zusammenhalt als Familie und bieten deinem zweijährigen Kind Sicherheit, die es gerade in den nächsten Jahren weiterhin brauchen wird.

      Schlafen mit 23 Monaten: Nachtschreck

      Im Alter von 2 Jahren braucht dein Kind etwa 9 – 13 Stunden Schlaf pro Tag. Wenn es in der Nacht plötzlich weint, schreit, nach euch ruft und sich selber nicht mehr beruhigen kann, kann es sich um einen Albtraum handeln. Meistens treten Albträume in der zweiten Nachthälfte auf, weil dein Kind da am intensivsten träumt. Ab etwa 23 Monaten tritt bei vielen Kindern der „Nachtschreck“ auf, der bis zum 6. Lebensjahr andauern kann. Der Nachtschreck unterscheidet sich vom klassischen Albtraum, da er meist schon in den ersten 2-3 Stunden nach dem Einschlafen auftritt. Anzeichen für einen Nachtschreck können unkontrolliertes Schreien, Hyperventilieren oder ein Um-sich-Schlagen/-Treten sein. Dein Kind realisiert nicht, dass ihr da seid und es beruhigen wollt, da es nicht richtig wach ist. Der Spuk ist meistens schon nach wenigen Minuten vorbei, viele Kinder können sich am nächsten Morgen nicht mehr daran erinnern.

      Wenn dein Kind eine Nachtschreck-Attacke bekommt, ist es wichtig, dass du so ruhig wie möglich bleibst und du dein Kind nicht zu wecken versuchst. Achte darauf, dass es sich selbst nicht verletzen kann. Auch wenn du dich in diesem Moment hilflos und schlecht fühlst, ist der Nachtschreck harmlos und hinterlässt keine körperlichen oder psychischen Spuren an deinem Kind.

      Ernährung eines 23 Monate alten Kleinkinds

      Familienmahlzeit

      Dein Kind kann vermutlich schon sehr gut essen und selbstständig aus dem Becher/Glas trinken. Es versteht schon sehr vieles und kann einige Wörter und Sätze bereits selber sprechen. Allerbeste Voraussetzungen also für eine gemütliche Mahlzeit im Kreise der ganzen Familie. Achtet darauf, das Essen nicht zum Zwang werden zu lassen oder nur Erziehung und Maßregelungen Themen sind. Dein Kind und ihr als Familie sollt die gemeinsame Zeit am Esstisch genießen. Daher ist es schön, wenn die ganze Familie Zeit findet und sich zumindest bei einer Mahlzeit am Tag um den Tisch versammelt. In den meisten Familien wird das die Abendmahlzeit sein. Kocht gemeinsam, deckt gemeinsam den Tisch und macht ein richtiges Ritual aus eurer gemeinsamen Mahlzeit. Nutzt die gemeinsame Zeit, um euren Tag zu besprechen und bezieht euer Kind dabei ganz bewusst mit in die Unterhaltung mit ein. Dabei lernt es wieder viele neue Wörter, die der sprachlichen Entwicklung dienen und fühlt sich stärker als Teil seiner Familie.

      Unser Aptaclub-Tipp

      Im Kleinkindalter ist dein Kind besonders gefordert: Es lernt laufen, sprechen und begreifen und verarbeitet dabei tagtäglich eine Unmenge an neuen Eindrücken und Erfahrungen. Da kann das Einschlafen schon mal schwerfallen, auch wenn dein Kind inzwischen einen beständigen Schlaf-Wach-Rhytmus entwickelt hat. Einschlaf-Routinen und -Rituale können helfen: Ein warmes Bad, ein Schlaflied singen, Fingerspiele, Vorlesen oder eine Traumreise. Damit signalisierst du deinem Baby, dass Schlafenszeit ist und unterstützt es dabei, zur Ruhe zu kommen.

      Baby unter Tuch

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