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      Gehirnentwicklung

      Zentrales Element langfristiger Gesundheit

      Wie die Immunabwehr und Energiestoffwechselprozesse gehört auch das Gehirn zu den wichtigen Organsystemen, dessen Entwicklung beispielsweise über eine gesunde Ernährung im ersten Lebensjahr positiv beeinflusst werden kann. Denn besonders in den ersten 1.000 Tagen, gerechnet ab der Schwangerschaft, findet das rasanteste Wachstum Ihres Babys und wichtiger Systeme seines Körpers statt. 

      Das Gehirn spielt eine zentrale Rolle bei allen körperlichen, kognitiven und emotionalen Prozessen eines Menschen. Dazu zählen Denkprozesse, Motorik, Energiestoffwechselfunktionen sowie die Kommunikation über die Nerven und Hormone mit den verschiedenen Organen des Körpers.

      Gehirnentwicklung in der Schwangerschaft & Stillzeit

      Die Entwicklung dieses wichtigen Organs beginnt beim Ungeborenen bereits im Mutterleib mit der Bildung des Neuralrohrs, aus dem später das Nervensystem und das Gehirn hervorgehen. Bis zum Ende der 8. Woche sind Gehirn und Rückenmark fast vollständig angelegt. Als Schwangere haben Sie sicherlich Ihrer Ernährung besondere Aufmerksamkeit gewidmet: Die Wachstumsschübe des Gehirns des Babys sind stark nährstoffabhängig.

      Zum Zeitpunkt der Geburt sind alle Gehirnstrukturen bereits voll angelegt, doch auch dann geht seine rasante Entwicklung weiter, indem immer mehr Nervenzellen und Verbindungen gebildet werden.

      Fetter Seefisch ist gut für das Gehirn des Ungeborenen

      Aptaclub Experten

      Gehirnentwicklung in den ersten 10 Monaten

      Das menschliche Gehirn ist die Steuerzentrale des Körpers. In den ersten zwei Jahren wächst das Gehirn Ihres Babys extrem schnell und die Gehirnmasse verdreifacht sich. Zwischen dem ersten und sechsten Monat ist die Phase mit der stärkster Gehirnentwicklung seines Lebens. Es lernt täglich Neues. Nährstoffe können diese Entwicklungsfortschritte unterstützen.

      Nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch in der Stillzeit kann der Genuss von fettreichem Meeresfisch wie zum Beispiel Lachs, Hering oder Makrele die Gehirnentwicklung Ihres Kindes positiv beeinflussen. Denn in diesen Lebensmitteln ist viel DHA (Docosahexaensäure) enthalten, ein wichtiger Baustein für die optimale Entwicklung von Gehirn und Sehvermögen. DHA gehört zu den LCPs, den langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

      In den ersten 10 Monaten gibt es viele Meilensteine in der Entwicklung Ihres Babys: Lächeln, Greifen, Rollen, Sitzen, Krabbeln, erste Laute und erstes Verstehen – in dieser Zeit ist sein Gehirn besonders aktiv. Es wächst stark und braucht daher ausreichend Nährstoffe. Das Gehirn ist bei der Geburt ca. 25% so groß wie das erwachsene Gehirn. Mit zwei Jahren hat es sich verdreifacht und ca. 75% der späteren Größe erreicht.

      Jeder Sinneseindruck wie Berührung, Geruch, Geräusch oder Licht wird verarbeitet und sorgt dafür, dass Gehirn weiter wächst. Gleichzeitig geht das Gehirn permanent durch Phasen der strukturellen Verfeinerung, in der eine Vielzahl von neuronalen Verbindungen durchtrennt und Platz für neue geschaffen wird. Sowohl die Entstehung von neuen Gehirnzellen als auch der Abbau von Verknüpfungen sind notwendig, damit sich ein gesundes, optimal funktionierendes Gehirn entwickeln kann. Das Gehirn Ihres Babys wird in seinem gesamten späteren Leben nie wieder so aktiv sein, wie im ersten Lebensjahr. Und pro Sekunde werden in den ersten beiden Jahren bis zu 700 neue Nervenverbindungen gebildet. Die Gehirnstrukturen vernetzen, verstärken und verändern sich. Denn das kindliche Gehirn reagiert in dieser Phase seiner Entwicklung hochsensibel auf Erfahrungen. Alles, was Ihr Baby erlebt, was von außen auf es einwirkt, beeinflusst seine Gehirnentwicklung.

      Die Vielzahl an Nervenverbindungen ermöglicht Ihrem Kind das rasante Lernen in den ersten Lebensjahren. Besonders groß ist im Entwicklungsprozess die Veränderung der Großhirnrinde (Cortex). An seiner Stirnseite sitzt der Frontallappen (präfrontaler Cortex); er gilt als die oberste Leitzentrale des Gehirns. Von hier aus werden die motorische Funktionen Ihres Babys gesteuert und kontrolliert. Zudem ist der präfrontale Cortex der Sitz der Persönlichkeit, des Charakters, der Empathie und des Sozialverhaltens – also all dessen, was einen Menschen ausmacht. In ihm werden Gedanken, Gefühle und Stimmungen wahrgenommen.

      Wussten Sie?

      Wussten Sie, dass das Gehirn Ihres Baby bei der Geburt bereits über ebenso viele Nervenzellen wie ein erwachsenes Gehirn verfügt, aber nur rund 400 Gramm, also etwa ein Viertel des Erwachsenenhirns wiegt? Der Grund hierfür liegt darin, dass die kindlichen Neuronen nicht ausgewachsen sind und die Zahl der Verschaltungen noch enorm ansteigen muss. Im Verlauf des ersten Lebensjahres wird sich das Gewicht des Gehirns dann verdreifachen!

      LCP – Bausteine für die Gehirnentwicklung

      Für die Ausreifung des Gehirns – der Schaltzentrale des Körpers – ist LCP ein sehr wichtiger Baustein. Zahlreiche wissenschaftliche Studien und Forschungsprojekte belegen: Bei einer ausreichenden Versorgung mit LCP zeigen Kinder später bessere geistige Fähigkeiten, eine ausgereiftere Motorik und können visuelle Reize besser verarbeiten.

      Ihr Baby kann jedoch LCP noch nicht ausreichend selbst produzieren. Wenn Sie nicht oder nicht voll stillen, sollte Ihr Baby daher LCP über eine Säuglingsnahrung bekommen. Der für die ersten Lebensmonate Ihres Babys so wertvolle Baustein ist heute in jeder hochwertigen Säuglingsmilch enthalten.

      Was sind LCPs?

      LCP sind langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sind enthalten in fetten Seefischen, grünen Blattgemüsen, pflanzlichen Ölen, Eigelb und magerem Fleisch.

      Was sind Neuronen?

      Neuronen sind Nervenzellen (z.B. Gehirnzellen), die permanent miteinander kommunizieren. Das tun sie mittels Neurotransmittern – Botenstoffen, die die Informationen zwischen den Neuronen übertragen.

       

      Ernährung im Beikostalter

      Ungefähr ab dem 5. Monat beginnt Ihr Baby, seine Umwelt lebhafter zu erfassen. Eventuell versucht es schon, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen. Es kann die Hand jetzt schon öffnen und nach Gegenständen greifen, die es sieht. Das alles signalisiert: Das Gehirn wächst und braucht mehr Nährstoffe! Spätestens nach dem 6. Monat ist es an der Zeit, Ihr Baby an Beikost zu gewöhnen. Meist gibt es zuerst mittags ein paar Löffel Karotten- oder Kürbisbrei. Nach einiger Zeit kommen Kartoffeln und Fleisch dazu. Ernährungsexperten empfehlen: Ersetzen Sie das Fleisch im Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei Ihres Kindes hin und wieder durch fettreichen Meeresfisch. So ist Ihr Baby auch während des Übergangs zu fester Nahrung weiterhin ausreichend mit wertvollen LCPs versorgt.

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