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      Tipps

      So findet dein Baby seinen Schlafrhythmus

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      Die Anpassung des Babys an einen Tag-Nacht-Rhythmus ist ein Reifungsprozess, der von Baby zu Baby unterschiedlich lang dauert. Doch mit Geduld und Unterstützung kannst du deinem Baby dabei helfen – und auch du kommst dann wieder zu mehr Ruhe.

      Babys brauchen viel Schlaf. Das ist wichtig für ihre Gesundheit. Doch dein Baby erholt sich dabei nicht nur, sondern verarbeitet auch neue Eindrücke, die es im Laufe des Tages gewonnen hat.

      Wissenswertes über Babys Schlaf

      Manche Babys schlafen im ersten Jahr bis zu 18 Stunden pro Tag. Dies hat einen Grund! Schlaf ist nicht nur wichtig für die Entwicklung und Gesundheit deines Babys, sondern es werden auch die ganzen neuen Eindrücke und Erlebnisse verarbeitet, die es tagsüber gewonnen hat. Das Erlebte und die Aufregung vom Tag kann übrigens auch ein Grund sein, dass es ihr oder ihm schwer fällt einzuschlafen.

      Dadurch, dass dein Kind in den ersten Lebenswochen noch nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden kann, ist es ganz natürlich, dass Babys anders schlafen als Erwachsene. Kurz nach der Geburt hat das Baby keinen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus. Um dein Kind dabei zu unterstützen, sich auf den nächtlichen Schlafrhythmus einzustellen, kannst du für eine ruhige und heimelige Umgebung sorgen, in der es zur Ruhe kommen und ausreichend schlafen kann. Denn nicht nur für uns Erwachsene ist Schlaf wichtig, sondern auch für Säuglinge hat Schlaf einen enormen Einfluss auf das Gehirn und die Lernprozesse. 

       

      Was bedeutet REM-Schlaf?

      Bei Babys verhalten sich die Schlafphasen etwas anders als bei uns Erwachsenen. Der Schlaf bei Säuglingen besteht nämlich aus etwas 70% REM-Schlaf (Rapid-Eye-Movement-Schlaf), auch “Leichtschlafphase” oder “Traumphase” genannt. In der REM-Schlaf Phase bewegen sich die Augen rasch hin und her, der Atem ist etwas schneller und manche Körperteile sind in Bewegung. Es ist also ganz normal, dass Babys während dieser Phase lachen, weinen oder Laute von sich geben, ohne aufzuwachen. In dieser Schlafphase verarbeitet das Gehirn neu gewonnene Eindrücke und häufig führen bereits kleinste Geräusche zum Aufwachen. 

       

      Wie lange jedoch die Anpassungsphase an Schlafen und Wachen dauert, ist von Kind zu Kind ganz verschieden. Denn um durchschlafen zu können, muss sich zunächst das Schlafzentrum im Gehirn deines Babys entwickeln. Weil das bei jedem Säugling unterschiedlich lange dauern kann, ist es nicht sinnvoll, Babys und ihre Schlafgewohnheiten zu vergleichen. Auch hier sind Babys absolute Individualisten. Einige sind eher „Langschläfer“, andere sind bereits nach einer kurzen Schlafphase wieder topfit. Meist beginnen Babys ab den vierten bis sechsten Monat zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden.

      Ein weiterer Faktor, der für unruhige Nächte sorgen kann ist, dass Babys in den ersten Wochen und Monaten in kürzeren Abständen (spätestens alle drei bis vier Stunden) eine Mahlzeit benötigen - auch nachts. Aus diesem Grund ist es völlig normal, wenn dein Kind dich in der Nacht öfters weckt und etwas Trinken möchte. Aber nicht nur Hunger lässt ein Baby nachts aufwachen. Wie oben beschrieben verarbeitet es häufig neue Eindrücke, erlebt einen Entwicklungsschub oder braucht schlicht deine Nähe, um im Dunkeln zur Ruhe zu kommen.

      Findet eure abendliche Routine mit unseren Einschlaftipps:

      Es ist mal wieder Schlafenszeit und du hast zuvor schon Sorge, wie es heute wohl mit dem Einschlafen klappen wird? Wichtig zu wissen ist, dass sich jedes Kind beim Thema Schlaf ganz unterschiedlich verhält. Am Besten ihr probiert ein paar unserer Einschlaftipps und findet so eure ganz individuelle Einschlafroutine: 

      • Viele Kinder werden beim Baden müde, andere dagegen werden dadurch eher wach. Testet es doch einfach mal aus! 
      • Sorge vor dem Einschlafen für eine ruhige und gemütliche Atmosphäre, die sich deutlich vom erlebnisreichen und aufregenden Tag unterscheidet.
      • Einschlaf-Rituale wie ein Gute-Nacht-Lied, Fingerspiele, schummriges Licht oder das Anziehen des Schlafanzugs signalisieren deinem Kind, dass es Zeit fürs Bett ist. Zudem wirken die Stimmen von Mama und Papa vertraut und geben dem Kind ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Übrigens: Häufig ist es so, dass Babys leise Hintergrundgeräusche bevorzugen und Stille gar nicht so gerne mögen.
      • Versuche deine Stimme auch etwas an die ruhige Atmosphäre anzupassen. Spreche etwas leiser und langsamer als gewohnt.
      • Achtsame Berührungen wie eine sanfte Massage oder Streicheln helfen deinem Baby ebenfalls, sich zu entspannen und vielleicht so schneller in den Schlaf zu finden.

      Wie du dein Baby außerdem beim Schlafen unterstützen kannst

      • Schlafe, wenn dein Baby schläft. Das bedeutet auch: Der Haushalt oder die Wäsche kann warten. Damit bist du gleich fitter und achtest bewusst auf deine Gesundheit.
      • Akzeptiere Hilfe, sei es, dass ein Familienmitglied oder ein:e Freund:in dir anbietet, etwas zu kochen, auf dein Baby aufzupassen oder dir mit der Wäsche zu helfen. Sei dir bewusst, das macht dich nicht weniger zur perfekten Mama oder Papa für dein Kleines.
      • Falls möglich, wechsle dich mit deiner/deinem Partner:in ab und übernehmt gemeinsam die Nachtschichten. Das könnt ihr individuell gestalten. Wenn ihr das Fläschchen füttert, könnt ihr euch beispielsweise mit den Nächten abwechseln. Oder ihr teilt die Phase täglich zwischen 19 Uhr abends und 7 Uhr morgens in zwei Schichten auf.
      • Wenn es dir schwer fällt einzuschlafen, dann versuche 6 Stunden vor dem Schlafen kein Koffein mehr zu trinken und esse etwas Leichtes zu Abend. Außerdem solltest du 30 Minuten vor dem Einschlafen das Handy weglegen und auch den Fernseher ausschalten.

      Unsere Expertinnen teilen in folgenden Videos weitere Tipps zum Thema Schlaf:

      Schlafrituale für Babys
      Q&A zu Babys Schlaf
      Q&A zu Babys Schlaf
      Q&A zu Babys Schlaf

      Dein Kind wird älter und das Einschlafen ist immer noch eine Herausforderung?

      Wenn dein Schatz auch nach einigen Monaten immer noch sehr unruhig ist und nur schwer einschlafen kann, kannst du ihr/ihm dabei helfen, mehr Ruhe und in einen guten Schlaf zu finden. Aufgrund der Erlebnisse tagsüber fällt es Kindern oft eher schwer einzuschlafen. Eine abendliche Reizabschirmung ist daher enorm wichtig. Dazu zählen z. B. ein möglichst gleichmäßiger Ablauf tagsüber mit Spaziergängen sowie festen Zeiten fürs Spielen und Baden. Auch der Schlafort sollte mit 6 Monaten immer derselbe sein, ganz egal ob im Bett der Eltern oder im eigenen Bett. 

      Vielleicht mag es dir wie ein schwacher Trost erscheinen, aber der Schlaf deines Babys ist ein Thema, das die allermeisten frischgebackenen Eltern beschäftigt. Es ist vollkommen normal, dass ein Säugling einen sehr leichten Schlaf hat und ruhige Nächte eher eine Seltenheit sind. In jedem Fall hast du guten Grund, optimistisch zu bleiben: Mit der Zeit wird es immer wahrscheinlicher, dass die Tage und Nächte in der Regel wesentlich ruhiger werden.

      Unsere "Calm Down" Playlist zum Einschlafen

      Mit unserer Playlist könnt ihr den Tag ganz besonders entspannt ausklingen lassen. Wer nach turbulenten Stunden abschalten und runterkommen möchte, findet hier die passende Hintergrundmusik – für dich und dein Baby.

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